Augusta Bräu – Urhell

Altbayrisches Lager (?), 4,9%

Trinktemperatur: 16,4°C

Farbe: Ein helles, klares Bier (EBC <10), mit persistierender Krone.

Geruch: Sehr malzig und süßlich, mir pesönlich zuviel.

Geschmack: Typisch Helles. Sehr vollmundig bei milder Kohlensäure und einem leicht bitteren Finish. Überraschenderweise leichte Bananen-Aromen.

Fazit: 3 von 5 Punkten. Ein total rundes Helles mit einem super angenehmen Mundgefühl. Mir persönlich verderben es die Bananen-Aromen ein wenig. Ob die vom Ur… kommen?

Augusta - Urhell

Das aktuelle Bierstudio – Ep. 25 feat. Nina Bellem

Wie bereits in der letzten Folge angesprochen, gibt es heute wieder ein Special.
Und zwar zum Thema: Bier & Erotik.

Deswegen habe ich mir Verstärkung geholt und zwar die Autorin Nina Bellem.

Gemeinsam ergründen wir die mysteriöse Welt der bierischen Erotik anhand verschiedener Fallbeispiele nach dem Motto: “The Good, the Bad and the Ugly.”

Zuguterletzt gibt es natürlich noch ein Bier der Woche:
Das Zombie Cake von BrewDog.

Und damit ihr wisst, wovon wir reden:

The Bad:
Die Bier, die so schön…
Die klassische Variante, nur echt mit Fax.

The Good:
Der Welde-Spot
Drink in the Boff

Instagram
#thismamadrinks
#thegirlwithbeer aka Melis Papila

Und einfach der Vollständigkeit halber: Coke light Dude.

Enjoy responsibly

Euer Dr. Durstig

Scholar

Marstons Brewery – EPA

EPA, 3,6%
Trinktemperatur: 12,2°C

Farbe: klar, Orange- und Rot-Töne, EBC ca. 11, stabiler Schaum

Geruch: Hopfen-Noten, aber für die Nase gibt es hier nicht viel zu erspüren.

Geschmack: Überraschend wenig Malz. Ein recht hopfen-bitteres Bier, welches auch ins kräuterige und harzige geht. Ansonsten aber schön leicht.

Fazit: 3 von 5 Punkten. Solide, es hat allerdings etwas von einer Hopfen-Limonade. Aber dafür ist es sehr erfrischend. EPA steht übrigens für English Pale Ale. Vielleicht soll das hier so sein.
MArstons Brewery - EPA

Gold-Ochsen – Original

Pils oder Export?, 5,1%
Trinktemperatur: 16,3°C

Farbe: Ein strohblondes, klares Bier mit EBC ca. 5. Der Schaum ist eher mau.

Geruch: Total unbestimmt, ich finde nur wenig eindeutiges.

Geschmack: Es ist leicht malzig, mit wenig leichter Hopfen im Abgang. Es bleibt aber insgesamt eher nichtssagend.

Fazit: 2 von 5 Punkten, nicht wirklich schlecht, aber einfach zu nichtssagend. Da gibt’s schöneres zum Trinken.
Gold-Ochsen - Original

Piraat – Tripel Hop

Tripel Hop, 10,5%
Trinktemperatur: 16,8°C

Farbe: Ein klares Bier, mit leichten Orange- und Rot-Tönen. Es hat einen sehr stabilen Schaum. EBC ca. 18.

Geruch: Hier finden sich eher Hopfen-Aromen, man riecht fast kein Malz, dafür Zitrusnoten.

Geschmack: Sehr viel Malz, im Abgang mit klarer Alkohol-Note, dabei aber irgendwie rund. Wobei ich wenig klare Hopfen-Noten rausholen kann.

Fazit: 3 von 5 Punkten. Das kann man trinken, tut nicht weh, nach ein paar ist man sicher ziemlich breit ^^. Eine Wucht-Brumme auf allen Ebenen. Evtl. wäre es kälter besser.
Piraat - Tripel Hop

Duvel – Tripel Hop Citra

Tripel Hop,
Trinktemperatur: 15,8°C

Farbe: Ein strohblondes , klares Bier mit EBC ca. 5. Der Schaum ist allerdings dürftig.

Geruch: Wow. Mango. Tropische Früchte und zwar viel davon.

Geschmack: Es ist sehr malzig, nach hinten raus bleibt eine klar alkoholische Note, was allerdings durch Zitrus-Noten sehr schön abgemildert wird.

Fazit: 4 von 5 Punkten. Ein definitiv gut ausgewogenes Bier. Es bleibt natürlich trotzdem Geschmackssache, weil es auch ziemlich mächtig ist. Aber auf jeden Fall exceptional und überraschend leicht.
Duvel - Tripel Hop Citra

Craft 2018 – Aftermath

So, es ist eine Woche vorbei und ich komme endlich mal dazu über die Craft zu berichten. War auf jeden Fall ein sehr spannendes Erlebnis.

Stattgefunden hat das auf dem Gelände des Unesco-Welterbes in Essen, was ich auch super spannend fand, da das natürlich Pott-Romantik hautnah ist.

Insgesamt kann ich dazu erstmal nur sagen, dass ich die Stimmung erstmal erstaunlich locker und total gut fand. Ist ja jetzt nicht unbedingt zu erwarten, wenn im Prinzip nur Konkurrenten auf einer Messe sind. Man muss ja ganz klar sagen: obwohl jeder Stand 4-5 verschiedene Biere am Stand hatte, gab es doch erhebliche Schnittmengen und an sich nimmt man sich gegenseitig die Kundschaft weg. Man hätte da ein wenig mehr Konkurrenz-Verhalten erwarten können. War aber wie gesagt sehr gelöst. Was ich einerseits der doch bier-geschwängerten Atmosphäre zuschreibe und andererseits einem Satz, den ich dort leider auch wieder gehört habe: “Wir gegen die Industrie-Biere!”.

Persönliche Hightlights für mich waren der Stand von Sudden Death, über die ich schon viel Gutes gehört hatte und der Stand von Flügge aus Frankfurt, was ja gar nicht so weit von mir weg ist. Und die meinen heiligen Gral am Stand hatten: Biere, die nur mit Brettanomyces vergoren waren. Dazu später in einem weiteren Post mehr.

Ich hatte auch ein paar Freunde dabei: zwei haben am Stand von Hanscraft ausgeholfen, da der Brauer selber keine Zeit hatte. Und zwei, die mit mir am Samstag tapfer durchgetestet haben, nachdem ich mit einem von den beiden am Abend zuvor die beste Taktik ausgelotet hatte (unfreiwillig).

Für Leute, die das erste mal auf eine Biermesse gehen: Haltet euch an die 0,1 Probierer und nehmt euch Wasser mit, wenn ihr viel probieren wollt. Wir hatten am Freitag Abend ein wenig mehr Gas gegeben, was bei mir dann schon zu einem leichten Kater am nächsten Morgen führte. Rührt natürlich auch daher, dass ein Haufen süße Biere am Start sind, die in Bezug auf den Kater nicht helfen. Nichtsdestotrotz: tapfer weiter am nächsten Tag.

Wenn man natürlich Leute hat, die an einem Stand aushelfen, ist das Gold wert. Es gab immer einen gemeinsamen Treffpunkt, wenn man sich mal verquatscht hatte und andererseits konnte man denen auch was Gutes tun, indem man ab und an mal einen Probierer vorbei brachte.

Was ich ein wenig disruptiv fand: Untappd. Ja, ist schon super, wenn man das gleich alles dementsprechend notieren kann. Aber es nervt schon, wenn dann ständig das Handy in der Hand ist.

Eine nicht näher benamte Brauerei mit Wasserspeier im Logo gewinnt leider den Geizhals-Preis dieses mal. Ich liebe ihre Biere und das Standpersonal war auch sehr nett, aber Dosen am Stand zwei Euro teurer verkaufen als man sie im Laden bekommt…das geht eigentlich gar nicht.

Riegele hatte eine kleine Besonderheit am Start: und zwar die Möglichkeit einen gestachelten Bock zu trinken. Was ist das?

Simpel, man nimmt einen dunklen Doppelbock, erhitzt einen Eisenstab und rührt den Bock damit um. In der Folge karamelisiert ein Teil des Zuckers im Bock und führt neben einem warmen, angenehm duftenden Schaum auch zu einem sehr veränderten Geschmackseindruck. War ein tolles Erlebnis.

Und um das Ganze foto-technisch zu untermalen (vielen Dank hiebei an meinen Freund Thexder, der hier fleissig Bilder geschossen hat).

Schritt 1: Macht das Eisen heiss!

Schritt 2: Eintauchen, umrühren und Spektakel geniesen.

Links haben wir den Bock vorher, rechts nach dem stacheln.

Schritt 3: Noch schön warm geniesen.

Überraschung der Craft war ein Bier namens “Frankenstein” der Brauerei Jopen, eine grüne Gose mit Kokos und Passionsfrucht. War sehr lecker und erfrischend.

Insgesamt hat es einfach sehr viel Spass gemacht und hat bei mir auch wieder mehr das Feuer entfacht für den ganzen Sektor. Ich kann einfach nur empfehlen, so etwas mal zu besuchen und sich darauf einzulassen. Selbst wenn der Schluss am Ende sein sollte, dass man am liebsten einfache Stile trinkt. Man kann einfach sehr viel erleben.

In diesem Sinne: stay thirsty.

Craft Bierspezialitäten – Hop Rider

IPA, 7,8%
Stammwürze: 16,8°P
Trinktemperatur: 13,7°C

Achtung: hinter Craft Bierspezialitäten verbirgt sich Eichbaum, nur dass wir hier mal klarstellen, um welche Brauerei es sich handelt.

Farbe: klar, Orange- und Rot-Töne, EBC ca. 11, stabiler Schaum

Geruch: Malz, wenig Frucht

Geschmack: Malz, sehr alkoholisch im Abgang. Man findet kaum Hopfennoten, wenn dann nur Bitterkeit.

Fazit: 2 von 5 Punkten – Sorry, Eichbaum. Aber das geht besser.
==> Tatsächlich war ich nach dem ersten soweit, eine 1 zu vergeben…
Aus Fairness habe ich dann aber nochmal eines geholt. Es ist mir allerdings viel zu malzig und unausgewogen für ein IPA.Hop Rider - IPA

Lervig / Hopping Frog – Sipping into Darkness

Chocolate Martini Imperial Stout, 12%
Trinktemperatur: aus den unten genannten Gründen vergessen 😉

Farbe: Das nennt man dochmal lichtdicht, d.h. EBC ca. über 140. Allerdings gab es übrhaupt keinen Schaum…hat sich einfach nicht gebildet.

Geruch: Es riecht unglaublich schokoladig. Es erinnert mich ein wenig an einen Schokoladen-Hefe-Kuchen ^^

Geschmack: Es ist einfach wahnsinnig schokoladig und brutal vollmundig. Man findet ein wenig Alkohol im Abgang sowie Röst- und Karamell-Noten.

Fazit: 4 von 5 Punkten, das sticht definitiv aus der Masse hervor. Nur das sich so gar kein Schaum gebildet hat, fand ich merkwürdig. Ich habe auch nicht wirklich Kohlensäure gefunden oder irgendeine Form von Bittere. Es erinnert mich dafür total an mein erstes Xocoveza, dass mich auch damals vom Hocker gehauen hat. Brutal! Da versinke ich doch gerne in die Dunkelheit.Lervig / Hopping Frog - Sipping into darkness
Du weißt, dass dein Bier dunkel ist, wenn der Weißabgleich auf einmal sehr ins Helle geht…

Trappist Achel – Blonde

Blonde, 8%
Trinktemperatur: 13,5°C

Farbe: Klares Bier, es finden sich Orange- und Rot-Töne. EBC ca. 11. Der Schaum ist mittel stabil.

Geruch: riecht nach … Bier … Sorry, irgendwie gibt es leider nicht mehr her…

Geschmack: Es ist seehr süß, dazu kommt eine alkoholische Note im Abgang. Stark carbonisiert.

Fazit: 2 von 5 Punkten. Ich werd einfach nicht warm damit. Die Süße ist mir viel zu dominant, vor allem da danach nichts mehr kommt.Achel - Blonde